Alle Welt redet zur Zeit über Geert Wilders’ Anti-Koran-Film “Fitna”. Oder schon nicht mehr? Wer das Filmchen gesehen hat ist sicherlich auch erstmal im ersten Moment erschüttert und voller Zorn gewesen. Kann man ja auch keinem Verdenken bei den Bildern. Aber wenn man das Ganze dann nach einer Weile mal nüchtern betrachtet, kann man eigentlich nur zu einem Schluss kommen: nichts neues und auch nicht einmal von besonderer Qualität. Trotzdem, was der niederländische Rechtspopulist Wilders damit erreichen wollte hat er leider geschafft – Aufmerksamkeit erregen und auf Dummfang gehen.
Der US Medienhoster LiveLeak hat das Video zwar wieder von seiner Seite genommen, aber auf YouTube und Co. war das Video bereits nach kurzer Zeit zu finden – und ist es noch immer. Ist die Kritik an solchen Videoportalen also doch gerechfertigt? Eigentlich bin ich ein großer Verfechter von YouTube. Es stört mich auch nicht wirklich, wenn Britney Spears’ neuestes Musikvideo noch vor der Veröffentlichung dort zu sehen ist – auch wenn (oder vielleicht gerade weil) ich Britney nicht ausstehen kann. Aber leider bietet YouTube auch eine ideale Plattform für – wie auch immer extremistisch geartete – Propaganda. So finden sich immer wieder Clips rechtsgerichteter Bands oder Hasspredigten islamischer Extremisten. Ich persönlich traue mir zwar zu, mit solchen Videos verantwortungsvoll umzugehen und die Inhalte mit dem entsprechenden Hintergrundwissen und der nötigen Sachlichkeit zu beurteilen. Aber leider bin ich mir da bei einigen anderen Usern nicht so sicher.
Bleibt also nur zu hoffen, das die Kontrollen bei YouTube und Co. weiter verstärkt werden und auch außerhalb der Videoportale der offensive Umgang mit extremistischen Inhalten weiter gesucht und gefördert wird.

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