Jahrezehntelang hielt sich der Mythos, dass eine Festplatte nur sicher gelöscht werden kann, indem man sie mehrmals mit möglichst komplizierten Algorithmen überschreibt. Demenstsprechend ist auch die Vielfalt an kostenpflichtigen Programmen, die dem Anwender das Gefühl vermitteln sollen, er habe seine sensiblen Daten unwiderbringlich vernichtet. Dabei geben selbst professionelle Datenwiderherstellungsfirmen zu, dass einmal mit Null überschriebene Daten unwiderbringlich verloren sind.
In einer wissenschaftlichen Untersuchung hat der Forensikexperte Craig Wright nun mit diesem Mythos aufgeräumt. Er hat nachgewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit, Daten auf einer Festplatte nach einmaligem Überschreiben noch widerherstellen zu können, gegen Null tendiert. Ein Bit, dessen genaue Postition einem bekannt ist, ließe sich noch mit einer Trefferquote von 56% rekonstruieren. Bei einem Byte liegt die Wahrscheinlichkeit nur noch bei 0,97 %. Dementsprechend gering ist also die Wahrscheinlichkeit, wenn man sich im Kilobyte-Bereich bewegt.
Es ist also völlig unnötig, sich ein teures Tool zur Datenvernichtung zu kaufen, wo es doch einfache Bordmittel der Betriebssysteme auch tun: Bei Linux hilft der dd-Befehl weiter und Windowsnutzer können seit Windows 2000 auf ein Tool namens Cipher zurückgreifen. Einen Nachteil haben diese Tools allerdings: der psychologische Effekt ist bei ihnen natürlich geringer








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