Apr
29

Windows 7 RC mit Windows XP Modus

Morgen, bzw. am 5. Mai wird der Windows 7 Release Candidate einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zuerst werden MSDN- und Technet-Abonneneten und danach alle anderen Testwilligen versorgt. Sowohl eine 32-Bit, als auch eine 64-Bit Variante werden verfügbar sein.

In den letzten Tagen bin ich auf ein sehr interessantes neues Feature des RC gestoßen, den Windows XP Modus. Wer das hört rümpft sicher erst einmal die Nase, da der bereits in die Vorgängerversionen integrierte Kompatibilitätsmodus ja nie eine wirkliche Hilfe war und ältere Programme auch nur selten stabil zum Laufen brachte. Aber Windows 7 soll hier Abhilfe schaffen. Im Windows XP Modus (der übrigens erst nachinstalliert werden muss) wird den Programmen nicht mehr einfach nur ein Windows XP vorgegaukelt, sondern sie werden direkt in einem virtuallisierten Windows XP ausgeführt. Dieses basiert auf dem neuen Virtual PC 7 und setzt Prozessoren mit Virtualisierungstechnik voraus. Die so ausgeführten Anwendungen integrieren sich beinahe nahtlos in Windows 7 und werden nicht nur, wie bisher vom Virtuell PC gewohnt, in einer abgeschlossenen virtuellen Maschine ausgeführt. So tauchen die in der XPM-VM (XP Modus-VM) installierten Anwendungen z.B. auch im Startmenü von Windows 7 auf und sollen sich in der Taskleiste verankern lassen. Der Start der VM beim Aufruf der Anwendung soll für den Nutzer kaum wahrnehmbar sein und man bekommt von ihr auch lediglich das Programmfenster der gestarteten Applikation zu sehen. Weiterlesen »

Mrz
08

Servergespeicherte Profile und NVIDIA-Treiber

In unserem Unternehmen wurde kürzlich eine alte Charge Computer durch neue, mit NVIDIA-Grafik ausgestattete Rechner, ersetzt. Seitdem trat das Problem auf, dass die servergespeicherten Profile der Nutzer, die sich an diesen Rechnern anmeldeten, bei der Abmeldung nicht mehr auf den Server zurückgeschrieben wurden. Da dies bei ca. 200 Usern, die auch öfter den PC wechseln, natürlich völlig inakzeptabel ist, musste schnell eine Lösung für das Problem gefunden werden. Leider gestalltete sich die Suche nach der Ursache alles andere als leicht. Der erste Schritt war, die betroffenen Profile neu anzulegen, was aber keinen Erfolg brachte. Die Ereignisanzeige sowohl des Servers, als auch der Clients brachte auch keine brauchbaren Informationen. Deshalb legte ich meine ganzen Hoffnungen in das USERENV-Loging. Via Registry volles Loging aktiviert und nach mehreren An- und Abmeldungen die userenv.log ausgewertet – leider ebenso ohne Erfolg. So blieb mir nur noch das Internet. Der einzige Hinweis, den ich da noch finden konnte, war ein Problem mit älteren NVIDIA-Treibern, dass andere Administratoren hatten. Diese schienen beim Abmelden das Benutzerprofil nicht richtig freizugeben, weshalb es dann nicht auf den Server zurückgeschrieben werden konnte. Obwohl wir bei uns relativ aktuelle Treiber im Einsatz haben, war das mein letzter Anahltspunkt und so habe ich mit dem Sysinternals Tool Autoruns alle NVIDIA-Autostarteinträge (bis auf die eigentlichen Treiberdateien) deaktiviert. Und tatsächlich konnte dies das Problem beheben. Es scheint also nach wie vor oder wieder eine Fehlfunktion in NVIDIAs Treibern zu geben. Leider erscheint weder in der Ereignisanzeige, noch in irgendwelchen LOG-Dateien eine entsprechende Meldung. Bleibt also nur zu hoffen, das NVIDA das Problem in den Griff bekommt, um uns Administratoren mühsame Sisyphusarbeit zu ersparen.

Jan
17

Windows 7 Beta 1 (Build 7000) im Test

Ganz ehrlich – ich hätte letzten Freitag Abend nicht mit den Server-Administratoren bei Microsoft tauschen wollen. Offensichtlich hatte in Redmond niemand mit einer derart großen Nachfrage nach der ersten öffentlichen Betaversion von Microsofts Vista-Nachfolger gerechnet. Dementsprechend waren die Download-Server auch nach kurzer Zeit völlig überlastet, sodass man sich bei Microsoft dazu gezwungen sah, den Download vorübergehend wieder vom Netz zu nehmen. Erst Samstag Nachmittag war der Download dann wieder verfügbar. Und es gab auch gleich noch eine gute Nachricht: das eigentlich erst angegebene Download-Limit von 2,5 Millionen hat Microsoft kurzerhand gekippt, sodass sich nun jeder Interessierte bis zum 24. Januar eine Kopie der Beta 1 von Windows 7 bei Microsoft herunterladen kann – unabhängig von den bereits insgesamt getätigten Downloads.

Auch ich habe mir die deutschsprachige Version von Windows 7 Beta 1 64-Bit heruntergeladen und auf meinem Notebook installiert. Und was soll ich sagen – ich war schier überrascht, wie stabil das System bereits läuft (man beachte, dass es sich hier noch um die Beta 1 handelt!) und vor allem, dass es trotz dieses noch recht frühen Stadiums keine Kompatibilitätsprobleme mit meiner Notebook-Hardware gab und es sich bereits schneller und flüssiger anfühlt als sein Vorgänger, Windows Vista. Denn wie die Versionsnummer 6.1.7000 schon vermuten lässt: im Kern handelt es sich um ein aufgebohrtes Vista! Hier die wichtigsten Änderungen im Überblick: Weiterlesen »

Jan
17

Sicher löschen durch einmaliges Überschreiben

Jahrezehntelang hielt sich der Mythos, dass eine Festplatte nur sicher gelöscht werden kann, indem man sie mehrmals mit möglichst komplizierten Algorithmen überschreibt. Demenstsprechend ist auch die Vielfalt an kostenpflichtigen Programmen, die dem Anwender das Gefühl vermitteln sollen, er habe seine sensiblen Daten unwiderbringlich vernichtet. Dabei geben selbst professionelle Datenwiderherstellungsfirmen zu, dass einmal mit Null überschriebene Daten unwiderbringlich verloren sind.

In einer wissenschaftlichen Untersuchung hat der Forensikexperte Craig Wright nun mit diesem Mythos aufgeräumt. Er hat nachgewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit, Daten auf einer Festplatte nach einmaligem Überschreiben noch widerherstellen zu können, gegen Null tendiert. Ein Bit, dessen genaue Postition einem bekannt ist, ließe sich noch mit einer Trefferquote von 56% rekonstruieren. Bei einem Byte liegt die Wahrscheinlichkeit nur noch bei 0,97 %. Dementsprechend gering ist also die Wahrscheinlichkeit, wenn man sich im Kilobyte-Bereich bewegt.

Es ist also völlig unnötig, sich ein teures Tool zur Datenvernichtung zu kaufen, wo es doch einfache Bordmittel der Betriebssysteme auch tun: Bei Linux hilft der dd-Befehl weiter und Windowsnutzer können seit Windows 2000 auf ein Tool namens Cipher zurückgreifen. Einen Nachteil haben diese Tools allerdings: der psychologische Effekt ist bei ihnen natürlich geringer ;-)

Jan
02

Selektives Löschen mit der Windows Powershell 1.0

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines Blogs ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2009!! Ich möchte das Jahr mit einem Powershell (1.0) Skript einläuten, welches ich vor kurzem erstellt habe. Da es sich mit um eines meiner ersten “richtigen” Skripte für die Windows Powershell handelt und ich denke, dass die Problemstellung, die dem Ganzen zu Grunde liegt, sicher auch für andere Administratoren interessant sein könnte, möchte ich Euch meine geistigen Ergüsse nicht vorenthalten und freue mich natürlich auch über Anregungen, was man an der einen oder anderen Stelle noch optimieren könnte.

Ich stand kürzlich in unserem Unternehmen vor dem Problem, dass ich auf einem windowsbasierten Serversystem aus bestimmten Ordnern unter einem Wurzelverzeichnis alle Dateien mit einem gewissen Alter, sowie alle leeren Unterordner löschen wollte. Klingt an und für sich so erst einmal nicht schwierig. Das Einfachste wäre sicher gewesen, mit der Windows Suchfunktion alle meinem Kriterium entsprechenden Dateien herausfischen zu lassen, und diese dann über den Explorer zu löschen. Halbwegs Praktikabel, wenn man auf das Löschen leerer Ordner verzichten kann und es sich um eine einmalige Sache handelt. Damit wollte ich mich aber nicht zufrieden geben; die leeren Verzeichnisse sollten ebenfalls eliminiert und der Vorgang jede Nacht automatisch gestartet werden. Es musste also ein Skript her, welches via Taskplaner jede Nacht ausgeführt wird. Doch in welcher Form? VBS, eine einfache Batchdatei mit DOS-Befehlen oder die neue Powershell? Ich habe mich für die Powershell (1.0) entschieden, da ich von den scheinbar endlosen Möglichkeiten dieses Werkzeugs begeistert bin. Weiterlesen »

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